Atzelsdorf

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Atzelsdorf ist mit 4,47 Quadratkilometern und 402 Einwohnern (davon 83 Zweitwohnsitzern; Stand 01.01.2021) eine der sechs Katastralgemeinden Gaweinstals.

 Der Ort liegt 3 Kilometer nordwestlich von Gaweinstal im Weidenbachtal (einer der beiden Arme des Weidebaches entspringt hier im Ort). Im Westen führt die Hochstraße vorbei, eine Panoramastraße, die zwischen Neubau und Atzelsdorf/Pellendorf sicherlich zu den schönsten im ganzen Weinviertel zählt (Th.Hofmann: Das Weinviertel, Falter Verlag).
 Das "Zentrum" des Ortes ist klein: 
Kirche - Gemeindehaus - Autobushaltestelle

Geschichte: Zum ersten Mal scheint Atzelsdorf 1264 auf, aus dem 14. und 15. Jahrhundert sind landesfürstliche Lehen im Ort bekannt einschließlich einem Dorfgericht. 1590 zählte der Ort 32 steuerpflichtige Häuser, davon gehörte die Hälfte zur Herrschaft Pellendorf, das damals im Besitz des Paris von Sonderndorf aus Kirchberg am Walde war. 1713 wütete die Pest so furchtbar, dass in Atzelsdorf nur fünf Personen verschont blieben.  An dieses Ereignis erinnert das Pestkreuz an der Kirche.

 Bis 1848 gehörte Atzelsdorf zur Herrschaft Pellendorf, damals schon im Besitz der Khevenhüller, bis 1871 zum Gemeindeverband Gaunersdorf, war dann eine eigene Gemeinde und wurde 1966 die erste Katastralgemeinde von Gaweinstal. Nach der Eingemeindung erhielt Atzelsdorf Kanal, Wasserleitung und eine eigene biologische Kläranlage. Im selben Jahr wurde auch der Bach verrohrt. Elektrischen Strom gibt es seit 1928, private Telefone erst ab 1973, der Anschluss an das Erdgasnetz wurde 1999 errichtet. Seit 1980 gibt es Straßennamen.

Schule: Bis 1886 mussten die Atzelsdorfer Kinder nach Pellendorf in die Schule gehen, von 1886 bis 1969 hatte Atzelsdorf eine einklassige Volksschule, seit damals ist der Schul- und Kindergartenort Gaweinstal.

Name: Der Name Atzelsdorf dürfte auf einen Gründer Azzo hinweisen.